Der Geischt am Felsewässerli bannt Pferde


 

Lange bevor die Elztalbahn durch das Tal fuhr, mussten die Kutscher und Pastillone den gesamten Personen-, Post – und Frachtverkehr bewältigen. Aus Gefälligkeit hat ein Postillion eines Nachts eine Fahrt von Waldkirch nach Denzlingen übernommen.

 

Auf dem Rückweg kam er mit der Kutsche im Engelwald, am Felsenwässerli vorbei. Es war kurz vor Mitternacht. Plötzlich hielten die Pferde an. Wie von einer Geisterhand gepackt, stieg eines wiehernd hoch und schlug aus. Der Postillion konnte machen was er wollte, die Pferde bewegten sich nicht mehr von der Stelle.
 

Schließlich kletterte er vom Bock herunter, um nachzusehen was die Ursache des Anhalten sei. Der Weg war frei und alles schien in Ordnung zu sein. Der Kutscher stieg wieder auf und rief: > Hü! < Aber die Pferde standen starr, die Geißel half nichts.
 

Wieder stieg ein Pferd hoch und wieherte, wie wenn etwas im Wege läge oder dem Pferd von vorne in die Zügel fiele. Der Fuhrmann fluchte und schimpfte ohne jedes Ergebnis. Dann besann er sich und sprach ein Gebet.
 

Sofort zogen die Pferde an und im gestreckten Galopp ging es ohne Unterbrechung nach Waldkirch. Schweißtriefend kamen die Pferde an. Als der Postillion andertags sein unheimliches Erlebnis berichtete, meinte ein anderer Fuhrmann: > So, het dich der Geist au agange, der het mich scho elimol g`ärgert.<


 

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